42: Das Algorithmen-Abracadabra.

Insofern sich die Sätze der Mathematik auf die Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher, und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit. Mathematische Theorien über die Wirklichkeit sind immer ungesichert – wenn sie gesichert sind, handelt es sich nicht um die Wirklichkeit.
Albert Einstein.
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In seinem Werk „Wissenschaft als Beruf“ prägte der Soziologe Max Weber zu Beginn des 20. Jahrhunderten Begriff der Entzauberung der Welt:
„Die zunehmende Intellektualisierung und Rationalisierung bedeutet also nicht eine zunehmende allgemeine Kenntnis der Lebensbedingungen, unter denen man steht. Sondern sie bedeutet etwas anderes: das Wissen davon oder den Glauben daran: daß man, wenn man nur wollte, es jederzeit erfahren könnte, daß es also prinzipiell keine geheimnisvollen unberechenbaren Mächte gebe, die da hineinspielen, daß man vielmehr alle Dinge – im Prinzip – durch Berechnen beherrschen könne. Das aber bedeutet: die Entzauberung der Welt. Nicht mehr, wie der Wilde, für den es solche Mächte gab, muss man zu magischen Mitteln greifen, um die Geister zu beherrschen oder zu erbitten. Sondern technische Mittel und Berechnung leisten das. Dies vor allem bedeutet die Intellektualisierung als solche.

Hundert Jahre später – an der Schwelle zum Informationszeitalter mit seinem Trend zur umfassenden Digitalisierung und Virtualisierung scheint diese Erkenntnis sich vollständig bewahrheitet zu haben. Alles und jedes erscheint uns berechenbar wenn wir nur über genug Daten verfügen. Der Glaube an Big Data kann im Zusammenspiel mit den alltäglichen Denktäuschungen aber auch schnell zum Aberglauben und einer gigantischen Illusion mit ungeahnten Folgen für unser tägliches Leben werden. Dies zeigt nicht nur die Sammelwut von Datenkraken wie NSA oder Google sondern auch die hilflos erscheinenden Bemühungen der Quantifie-Self-Bewegung um ein besseres Leben.

Die meßbare Seite der Welt ist nicht die Welt, es ist die meßbare Seite der Welt.
Martin Seel

Schon immer haben Zauberkünstler in technologischen Umbruchzeiten neue Techniken genutzt um mit ihrer Hilfe spannende Illusionen zu kreiieren; aber es geht auch andersrum: In seinem Vortrag enthüllt der Münchner Zauberkünstler auf unterhaltsame Art und Weise die uns inzwischen tagtäglich begegnenden Digital-Täuschungen. Und Markus Laymann wäre natürlich auch kein Zauberkünstler, wenn er seine Ausführungen nicht mit ein paar faszinierenden mathematischen Zaubertricks illustrieren würde.
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Geeigent als:  Keynote, Vortrag, Dinner-Speach
Dauer: Je nach Veranstaltungsformat 20 bis 6o Minuten.

Private Buchungen:

Gerne tritt Markus Laymann auch auf privaten Veranstaltungen auf. Nähere Informationen dazu finden Sie unter: www.magic-marketing.info