Filmreihe Zauberkunst und Film

Vom 19. September bis zum Jahresende veranstaltet das Filmmuseum München eine spannende Filmreihe zum Thema Täuschung und Illusion. Zusammen mit meinem Kollegen Thomas Fraps und dem Leiter des Filmmuseums Stephan Drößler durfte ich bei der Auswahl der Filme mitwirken und werde an einigen Abenden auch eine zauberische Einführung in die Werke geben.

„Wenn ich einen Film mache, dann mache ich mich einer Täuschung schuldig. Ich bediene mich einer Maschine, die auf einer physiologischen Unzulänglichkeit des Menschen aufbaut, einer Maschine, die es mir erlaubt mein Publikum von einer Stimmung in eine völlig andere zu versetzen. Ich bin also entweder ein Betrüger oder – wenn das Publikum weiß, dass ich es täusche – ein Illusionist. Ich täusche, und ich verfüge über die wunderbarste und erstaunlichste Zaubermaschine, die je im Laufe der Geschichte in die Hände eines Gauklers gefallen ist.“

Ingmar Bergman

Georges Mélies, Houdini, Kalanag, Woody Allen und Orson Welles… alle diesen Namen verbinden in ihrem Werk Zauberkunst und Filmkunst. Aber auch unabhängig von diesen personellen Parallelen gibt es eine rein ästhetische Ebene, die beide Künste verbindet: eine eigene Form des Wahrnehmungsspiels mit Schein und Sein, mit Wahrheit und Fiktion, die das Publikum in einen speziellen Spannungszustand versetzt. Denn für die Betrachtung und den ästhetischen Genuss ist in beiden Fällen ist das nötig, was der Theaterregisseur Peter Brook den „doppelten Blick“ nannte und der Philosoph Martin Seel in seinen Ausführungen zur Ästhetik des Kinos die „doppelte Aufmerksamkeit“: Um einen Film zu sehen, braucht man, bildlich gesprochen, ein durchschauendes und ein unschuldiges Auge. Das durchschauende Auge sieht Handwerk, Technik und Machart, wo das naive Auge gleichzeitig Schicksal und Drama sieht. Der Zuschauer weiß auf einer Ebene, dass John Malkovich ein Schauspieler ist und er einer Filmvorführung beiwohnt, aber auf der emotionalen Ebene folgt er gespannt dem Schicksal der Figur, die Malkovich nur verkörpert. Das Wissen um die filmische Darstellung ist dem Zuschauer stets präsent, es gibt keine vollständige Immersion im Film. Das Oszillieren zwischen dem rationalen Bewusstsein, einem Film beizuwohnen, und der gleichzeitigen emotionalen Beteiligung am dramaturgischen Inhalt ergibt die spezielle Ästhetik, die einen „Angriff auf die Gegenwart des Zuschauers“ (Seel) darstellt und ihn in seinen Bann zieht.  

Ähnlich ist es mit der Zauberkunst: Hier entsteht die ureigene Ästhetik des Unmöglichen durch das intellektuelle Bewusstsein, einer trickreichen Illusion beizuwohnen, bei der gleichzeitigen Erfahrung auf emotionaler Ebene, etwas Unmögliches (in der Realität!) zu erleben.

Mit diesem Hintergedanken hat sich das Filmmuseum München zu der Filmreihe „Der doppelte Blick“ entschlossen.

Das Programm in Kürze:

19.09. | Thema: Hanussen
2 Filme mit und über den legendären Hellseher und Scharlatan (Einführung Markus Laymann)

26.09. | Judex

03.10. | Thema: Georges Mélies
Eine Hommage an den Zauberer und Filmpionier. (Einführung Thomas Fraps)

10.10. | The Prestige

17.10. | Thema: Houdini
Showstar, PR-Genie und Skeptiker (Einführung Markus Laymann)

24.10. | Ansiktet (v. Ingmar Bergmann)

31.10. |  Thema: Zauberende Frauen
Feen, Hexen und Assistentinnen (Einführung Michelle Spillner)

07.11. | Scoop (v. Woody Allen)

14.11. | Thema Orson Welles
Der Magier (Einführung Stefan Drößler und Thomas Fraps)

28.11. | Thema: Kalanag
Eine deutsche Illusionisten und Film-Karriere. (Einführung Rolf Aurich, Markus Laymann)

05.12. | The Geisha Boy (Jerry außer Rand und Band) m. Jerry Lewis

12.12. | Thema Zauberei in geheimer Mission
Die obskur-okkulten Eskapaden von CIA & Co. (Einführung Thomas Fraps)

19.12. | House of Games

 


 

Das vollständige Programm:

Hypnose | Österreich 1920 | R+B: Otto Poll | D: Erik Jan Hanussen, Bogia Horska, Walter Illig, Anstige Latinovits, Grete Jacobsen | 13 min (Ausschnitt) | viragiert – Hanussen | BRD/Ungarn 1988 | R+B: István Szabó, nach der Autobiografie „Meine Lebenslinie“ von Erik Jan Hanussen | K: Lajos Koltai | D: Klaus Maria Brandauer, Erland Josephson, Ildikó Bánsági, Walter Schmidinger, Károly Eperjes, Grazyna Szapolowska | 116 min | dt. OF – Erik Jan Hanussen (1889-1933) kam als Zauberkünstler, Hypnotiseur und Hellseher in den 1920er Jahren zu Ruhm. 1933 wurde er von einem SA-Kommando ermordet. In seiner 1930 veröffentlichten Autobiografie bezeichnete er sich selber als Hochstapler und verriet einige seiner Tricks. István Szabós Film ist keine historisch akkurate Schilderung seines Lebens, sondern nimmt sich einige künstlerische Freiheiten heraus. Markus Laymann klärt über die Hintergründe auf und präsentiert authentische Dokumente wie ein Fragment des Films HYPNOSE („ein Kriminalfall aus den Erlebnissen des Meisterdetektivs und Telepathen Hanussen mit dem Meister selbst in der Hauptrolle“) und Tonaufnahmen.

Mittwoch, 19. September 2018, 19.00 Uhr | Einführung: Markus Laymann


 

Judex | Frankreich 1963 | R: Georges Franju | B: Jacques Champreus, Francis Lacassin, nach dem Serial von Louis Feuillade | K: Marce Fradetal | M: Maurice Jarre | D: Channing Pollock, Francine Bergé, Edith Scob, Théo Sarapo, Sylva Koscina, René Génin|  98 min | OmeU | Channing Pollock (1926-2006) war einer der charismatischsten Illusionisten, der Tricks mit Tauben vorführte und als einer der schönsten Männer der Welt galt. Er spielt die Titelrolle in George Franjus phantasievoller Hommage an das Stummfilmserial um einen mysteriösen Detektiv, der das Verbrechen bekämpft. „Judex, Meister der Verkleidung, entführt einen betrügerischen Banker und bekämpft eine verführerische Kontrahentin. Francine Bergés maliziöser Sex-Appeal und lustvolle kriminelle Energie setzen faszinierende Sixties-Noten im bewusst anachronistischen Stoff, den Franju von zunehmend deliranten Spuk-Abenteuern bis zur Kostümball-Epiphanie à la Max Ernst als zeitlose Poetik des Phantastischen zelebriert.“ (Christoph Huber)

Mittwoch, 26. September 2018, 18.30 Uhr


 

Escamotage d’une dame chez Robert-Houdini / Le livre magique / L’homme orchestre / L’homme à la tête de caoutchouc / Le chaudron infernal / Les cartes vivantes / Le papillon fantastique / Les Illusions fantaisistes | FR 1896-1909 | R+B: Georges Méliès |  25 min – Hugo (Hugo Cabret) | USA 2011 | R: Martin Scorsese | B: John Logan, nach dem Roman „The Invention of Hugo Cabret“ von Brian Selznick | K: Robert Richardson | M: Howard Shore | D: Ben Kingsley, Asa Butterfield, Sacha Baron Cohen, Chloe Grace Moretz, Ray Winstone, Emily Mortimer, Christopher Lee | 126 min | OF | 3D – Georges Méliès (1861-1933) war ein Zauberkünstler, der in Paris das Théâtre Robert-Houdin betrieb und schon sehr früh den Kinematographen für sich entdeckte und Filmtricks entwickelte. Seine 1897 gegründete Produktionsfirma Star-Film stellte bis 1913 über 500 Filme her. Während des Ersten Weltkriegs verlor Méliès sein gesamtes Vermögen und betrieb in der Metrostation Montparnasse einen Spielzeugladen. Martin Scorsese setzte ihm in seinem brillanten 3D-Film HUGO ein bewegendes filmisches Denkmal.

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 19.00 Uhr | Einführung: Thomas Fraps


 

The Prestige (Die Meister der Magie) | USA 2006 | R: Christopher Nolan | B: Jonathan & Christopher Nolan, nach dem Roman von Christopher Priest | K: Wally Pfister | M: David Julyan | D: Hugh Jackman, Christian Bale, Michael Caine, Rebecca Hall, Scarlett Johansson, David Bowie, Ricky Jay | 130 min | OmU | „Im Blick- und Mittelpunkt: Zwei begnadete Illusionisten, Popstars ihrer Zeit/Epoche, die sich – an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert – in London heftigst bekriegen. Einst konnten sie gut miteinander, doch dann, nach einem fürchterlichen tödlichen Schicksalsschlag, wurden sie erbitterte Gegner. In verschachtelten Rückblenden erzählt Nolan von diesem ewigen Zweikampf, mit dem dann auch die Kreativität der Beiden ständig gefordert wie angestachelt und entwickelt wird. So dass dann auch, als reale historische Figur, sogar Nikola Tesla (David Bowie) bemüht wird, der radikale Erfinder, Ingenieur und Wissenschaftler. Die Folge: Ein Feuerwerk an Offenbarungen, Wendungen, verblüffenden Einfällen, Tricks, peppigen Show-Gigs. Gewürzt/gemixt mit vielen opulenten wie rätselhaften Fallen.“ (Hans-Ulrich Pönack)

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 18.30 Uhr


 

Houdini | USA 1996 | R: Gene M. Gamache | B: Kirk G. Carter | M: Jason Nyberg |  61 min | OF – The Grim Game (Das unerbittliche Spiel) | USA 1919 | R+B: Irvin Willat | K: Frank M. Blount, J. O. Taylor | D: Harry Houdini, Thomas Jefferson, Ann Forrest, Augustus Phillips, Tully Mashall, Mae Busch | 70 min | OF – Harry Houdini (1874-1926) war ein legendärer Entfesselungs- und Zauberkünstler. Seine spektakulären Aktionen, sich unter Wasser gefesselt aus Kisten oder Käfigen zu befreien oder kopfüber in eine Zwangsjacke eingeschnürt an Wolkenkratzern zu hängen, trugen dazu bei, dass er Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa und den USA zu einem der bekanntesten Showstars aufstieg. Houdini nutzte auch das noch relativ neue Medium Film, um seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. THE GRIM GAME zeigt Houdini als unschuldig Verurteilten, der aus dem Gefängnis ausbricht und auf eigene Faust in spektakulären Flucht- und Actionszenen (ein Flugzeugzusammenstoß in der Luft) die wahren Schuldigen verfolgt. Der lange Zeit verloren geglaubte Film wurde erst kürzlich digital restauriert und läuft in deutscher Erstaufführung.

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 19.00 Uhr | Einführung: Markus Laymann


 

Ansiktet (Das Gesicht) | Schweden 1958 | R+B: Ingmar Bergman | K: Gunnar Fischer | M: Erik Nordgren | D: Max von Sydow, Ingrid Thulin, Gunnar Björnstrand, Naima Wifstrand, Bibi Anderson, Erland Josephson | 101 min | OmeU | „Stockholm 1846: Der reisende Magier Dr. Vogler wird zum Objekt einer Wette zwischen einem Konsul und einem Wissenschaftler, der Vogler als Scharlatan entlarven will. „Bergman ist, wie Vogler, ein Illusionist. Er weiß zu faszinieren. Das ist eine Frage des Berufs. Wenn er uns wieder einmal das Drama des modernen Menschen vermittelt, der durchdrungen ist vom Rationalismus und gleichzeitig von panischer Angst vor dem metaphysischen Unbekannten, dessen Geheimnisse er auf wissenschaftliche Weise erforschen möchte, so ist dieser Film außerdem eine Reflektion über den Sinn des Filmemachens. Die magische Laterne spielt eine große Rolle in Voglers Phantasmagorien. Bergman, der versucht, sich des Kinos zu bedienen wie ein Robert Houdin der Kamera, merkt, dass er mit ihm ein zweiseitiges Werkzeug in der Hand hält. Seine Macht ist die Verzauberung.“ (Jacques Siclier)

Mittwoch, 24. Oktober 2018, 18.30 Uhr


 

Fee de printemps (Die Frühlingsfee) | Frankreich 1906 | R+B: Alice Guy | 4 min | dtF | koloriert – Fee de (Die Taubenfee) | Frankreich 1906 | 2 min | dtF | koloriert – Women in Boxes (Frauen in Kisten) | USA 2008 | R: Phil Noyes, Harry Pallenberg | B: Blaire Baron Larson | K: | M: Richard Allen | Mit Deanna Shimada, Irene Larsen, Frances Willard, Coral Reveen, Gay Blackstone, Cathy Daniel, Pam Thompson | 80 min | OF – Selbst heute noch gibt es nur wenige weibliche Zauberkünstler. Die Rolle der Frauen ist in Märchen, Legenden und frühen Filmen auf die der zaubernden guten Feen und bösen Hexen beschränkt, denen im Mittelalter der Prozess gemacht wurde. WOMEN IN BOXES untersucht der Rolle der Assistentinnen von Zauberkünstlern. Viele sind nicht nur „schmückendes Beiwerk“ der Shows, sondern unverzichtbare Bestandteile der Inszenierung, ohne die die „Magie“ nicht funktionieren würde. Der Film wirft einen Blick hinter die Kulissen und stellt prominente Magierinnen vor. Michelle Spillner, eine der prominentesten deutschen Zauberkünstlerinnen führt das Programm ein und dabei Beispiele ihrer Kunst vor.

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 19.00 Uhr | Einführung: Michelle Spillner


 

Scoop (Der Knüller) | GB 2006 | R+B: Woody Allen | K: Remi Adefarasin | D: Woody Allen, Hugh Jackman, Scarlett Johansson, Ian McShane, Charles Dance, Romola Garai | 96 min | OmU | „Leicht-locker-spannend-ulkig-pointiert hält ein toter, aber weiterhin sehr ehrgeiziger Sensationsreporter zwei völlig unterschiedliche Seelen im heutigen Britannien auf Trapp: Einen heiter-lakonischen, in die betulichen Routine-Jahre gekommenen Magier (‚Splendini‘) sowie eine aufstrebende Journalistik-Studentin. Beide verketten sich in der Suche nach dem berüchtigten, von Scotland Yard mehr oder weniger eifrig gesuchten ‚Tarot-Killer‘. Wie das zusammenläuft und zusammenpasst, hat Woody Allen einmal mehr augenzwinkernd-komisch in einen feinen 90 Minuten-Rhythmus bewegt; mit viel schöner Kicherei über herrliche Einfälle/Ideen/Gedanken, mit hübschen Anspielungs-Pointen auf die ‚bessere Adels-Menschheit‘ und feiner viktorianischer London-Architektur. Und mit wieder einem kernigen Überraschungs-Schluss. Intelligente, schlagfertige, lächelnd-geistreiche Wunderbar-Komödie; Allen ist und bleibt einfach – gut.“ (Hans-Ulrich Pönack)

Mittwoch, 7. November 2018, 18.30 Uhr


 

Orson Welles‘ The Magic Show | USA 1975-85 | R+B: Orson Welles | K: Gary Graver, Tim Suhrstedt | D: Orson Welles, Angie Dickinson, Allen Bracken, Gary Graver, Roger Hill | 27 min | OF – F for Fake (F wie Fälschung) | Frankreich 1973 | R+B: Orson Welles | K: Gary Graver, François Reichenbach, Christian Odasso | M: Michel Legrand | Mit Orson Welles, Oja Kodar, François Reichenbach, Elmyr de Hory, Clifford Irving | 89 min | OF – Zeit seines Lebens hat sich Orson Welles (1915-1985) für das Zaubertheater und die Kunst der Illusion interessiert. Stefan Drößler zeigt seine Auftritte als Magier in Hollywood (1943), in den Münchner Kammerspielen (1950), im Riviera Hotel in Las Vegas (1956), in Fernsehshows und in seinem unvollendeten Filmprojekt THE MAGIC SHOW. Selbst nach seinem Tod konnte David Copperfield mit Welles im Jenseits noch eine sensationelle Nummer aufführen. In F FOR FAKE, einer Reflexion über Kunst und Betrug, Wahrheit und Lüge, sagt Picasso: „Wahrheit ist eine Lüge.“ Gehüllt in den schwarzen Mantel des Magiers ergänzt Welles diabolisch lächelnd: „Eine Lüge, die hilft, Wirklichkeit zu begreifen.“

Mittwoch, 14. November 2018, 19.00 Uhr | Einführung: Stefan Drößler, Thomas Fraps


 

Simsalabim. Porträt des großen Zauberkünstlers Kalanag | BRD 1958 | R: Artur Müller | 30 min (Ausschnitte) – Truxa | Deutschland 1937| R+B: Hans H. Zerlett, nach dem Roman „Programm mit Truxa“ von Heinrich Seiler | K: Friedl Behn-Grund | M: Leo Leux, Matthias Perl | D: La Jana, Hannes Stelzer, Ernst Fritz Fürbringer, Mady Rahl, Peter Elsholtz, Rudolf Klein-Rogge | 92 min – Der in den 1950er Jahren populäre Zauberkünstler Kalanag (1903-1963), der aus einem einzigen Krug jedes gewünschte Getränk ausschenkte und auf offener Bühne ein Auto verschwinden ließ, war unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Schreiber in den 1930er Jahren Direktor der Bavaria Film und von 1936-1945 Präsident des „Magischen Zirkels“. Als er nach dem Krieg Berufsverbot erhielt und nicht mehr beim Film arbeiten durfte, machte er sein Hobby zum Beruf und tourte durch die Welt. In SIMSALABIM präsentiert sich Kalanag dem Publikum, so wie es ihn in den 1950er Jahren schätzte. TRUXA gehört zu den von Schreiber produzierten Spielfilmen, die im Varieté-Milieu spielen. Im Mittelpunkt steht ein intriganter Illusionist, der sich in eine Tänzerin verliebt hat.

Mittwoch, 28. November 2018, 19.00 Uhr | Einführung: Rolf Aurich, Markus Laymann


 

The Geisha Boy (Jerry außer Rand und Band) | USA 1958 | R+B: Frank Tashlin | K: Haskell B. Boggs | M: Walter Scharf | D: Jerry Lewis, Marie McDonald, Sessue Hayakawa, Barton MacLaine, Suzanne Pleshette, Nobu McCarthy | 98 min | OmU | Jerry Lewis als arbeitsloser Zauberkünstler, der zur Betreuung der amerikanischen Truppen nach  Japan beordert wird. Doch schon auf dem Flug dorthin kommt es zu Komplikationen, als sich sein Partner und bester Freund Harry, ein weißes Kaninchen, selbstständig macht. Regisseur Frank Tashlin, der vom Zeichentrickfilm bei Warner Brothers kam, versieht seinen Film mit absurden visuellen Gags und Anspielungen auf die Filmgeschichte: So tanzen plötzlich um den Fujiama herum die berühmten Paramount-Sterne, verfärbt sich Harry nach ausgiebigen Sonnenbad und zitiert Sessue Hayakawa seine Rolle als Colonel Saito in dem Film THE BRIDGE ON THE RIVER KWAI (1957) von David Lean. Gefilmt in VistaVision und Technicolor ist THE GEISHA BOY der erste Film von Jerry Lewis, in dem er über seine eigene Rolle als Entertainer und in einer Industrie der Illusionen reflektiert.

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18.30 Uhr


 

John Mulholland – Zauberer im Kalten Krieg | Deutschland 2005 | R: Alexander Landsberger | B: Friedemann Goez, Alexander Landsberger | K: Jörg Rambaum | M: Balz Aliesch | 43 min – The Men Who Stare at Goats (Männer, die auf Ziegen starren) | USA 2009 | R: Grant Heslov | B: Peter Straughan, nach dem Buch von Jon Ronso | K: Robert Elswit | M: Rolfe Kent | D: George Clooney, Ewan McGregor, Jeff Bridges, Kevin Spacey, Stephen Lang, Robert Patrick | 94 min | OmU – Im Kalten Krieg experimentierten die Geheimdienste mit allen erdenklichen Mitteln und suchten den Rat von Experten. So kontaktierte die CIA den New Yorker Zauberkünstler John Mulholland (1898-1970) und beauftragte ihn, Tricks für Geheimagenten zu entwickeln und den möglichen Einsatz psychologischer Techniken wie Telepathie, Hellseherei Gedankenlesen auf Brauchbarkeit zu prüfen. Die Filmsatire THE MEN WHO STARE AT GOATS spielt im Irakkrieg und zeigt einen Journalisten, der auf eine amerikanische Spezialeinheit trifft, die mit und ungewöhnlichen Kampf- und Folterstrategien arbeitet und dabei parapsychologischen Mitteln und Drogen einsetzt.

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 19.00 Uhr | Einführung: Thomas Fraps


 

House of Games (Haus der Spiele) | USA 1988 | R+B: David Mamet | K: Juan Ruiz Anchía | M: Alaric Jans | D: Lidsay Crouse, Joe Mantegna, Mike Nussbaum, Lilia Skala, J.T. Walsh, Ricky Jay | 102 min | OF | „Eine gut situierte Psychologin und Bestseller-Autorin gerät an einen sympathischen Schurken, der Menschen ausnimmt, ohne dass die davon etwas merken. Mit viel psychologischem Einfühlungsvermögen und professionellen Tricks. Ohne Gewalt und Hektik, nur mit reinen Worten und Gesten. Zwei scheinbar ebenbürtige Profis aus der Seelenecke treffen da aufeinander und beginnen ihr eigenes Spiel. HAUS DER SPIELE besitzt Charme und Raffinesse. Ein Leckerbissen aus der intelligenten Spannungsschublade.“ (Hans-Ulrich Pönack) David Mamet arbeitet eng mit dem Zauberkünstler Ricky Jay zusammen, der als Experte für Kartenkunst, Falschspiel, Closeup- und Mentalmagie gilt und eine Firma betreibt, die Trickrequisiten und „Deceptive Practises“ für Filmproduktionen und Bühnenshows entwickelt. Als Darsteller wirkt er in Filmen von David Mamet, Paul Thomas Anderson, Christopher Nolan und Gas Van Sant mit.

Mittwoch, 19. Dezember 2018, 18.30 Uhr

 

 

Private Buchungen:

Gerne tritt Markus Laymann auch auf privaten Veranstaltungen auf. Nähere Informationen dazu finden Sie unter: www.magic-marketing.info