Magische Etymologien

Über den Ursprung der Worte Zaubern und Magier

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Was haben Zauberkünstler eigentlich im Fortbildungsgewerbe und in der Wissenschaft verloren? Nun etymologisch gesehen eine ganze Menge – zumindestens wenn man sich den Ursprung der Worte Zaubern und Magier einmal näher betrachtet:

Zaubern

Der Begriff „zaubern“ stammt von dem mittelhochdeutschen zouber, dem althochdeutschen zaubar und wohl dem mittelniederländischen tover für „Zauberei“ ab, was sich vermutlich von dem altenglischen/altsächsischen Wort teafor für „rote Farbe, Ocker, Rötel“ ableitet, die für das Schreiben von Runen verwendet wurde. Da der Begriff „Runen“ etwa „geheimes Wissen“ bedeutet, ist ein Zauberer daher ein „Wissender“. In früheren Kulturen unterschied man bei der Wahrnehmung der Umwelt nicht zwischen Profanem und Spirituellem, sondern interpretierte alles magisch, so auch das Wissen. Die Bedeutung des Begriffs „Zauberer“ als „Wissender“ ist identisch mit der bei den persischen Magiern und den englischen wizards und witches. (Quelle: wikipedia.de)

Magier

Der Begriff „Magier“ bzw. Mager ist ein Wanderwort altiranischer Herkunft, das spätestens seit dem 4. Jahrhundert v. Chr eine allgemeine Bezeichnung für einen zoroastrischen Priester darstellt. Linguistisch liegt ihm die indogermanische Wurzel *magh- mit der Bedeutung „können, vermögen, helfen“ zugrunde, zu deren Wortfamilie auch „(ver)mögen“, „Macht“ und „Maschine“ gehören. (Quelle: Ebenfalls wikipedia.de)

Ein Zauberer ist also demnach ein Wissender mit besonderen Fähigkeiten. Und damit auch prädistiniert dieses Wissen weiter zu geben.

 

Zu meinem Vortrag: Über die Kunst des Zauberns