Titanic, Pudding und Kreuzworträtsel

Drei unglaublich zufällige Geschichten.

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Es ist kaum zu glauben, dass es für diese drei wahren Geschichten ganz offensichtlich keine andere Erklärung gibt als den „Zufall“…

Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall.
Albert Einstein.

Titan und Titanic

Im Jahr 1898 erschien der Roman ‚Futility‘ (Sinnlos) von Morgan Robertson. Darin wird – eingebettet in eine Liebesgeschichte – beschrieben, wie im Nordatlantik ein Schiff gegen einen Eisberg kracht. Dieses frei erfundene Schiff nannte der Autor ‚Titan‘. Ihm Jahr 1912 – also 14 Jahre nach Erscheinen des Buches stieß unweit der Unglücksstelle, die im Buch beschrieben wurde ein real existierendes Schiff gegen einen Eisberg: die berühmte ‚Titanic‘.

RMS Titanic - Public Domain

RMS Titanic beim Auslaufen aus Southampton

Folgende Parallelen zwischen dem Schiff im Roman und der realen Titanic lassen sich finden:

  • Die Länge der Schiffe: Titanic 269 Meter, Titan 244 Meter.
  • Beide Schiffe waren aus Stahl gebaut, hatten drei Propeller und zwei Masten.
  • Beide Schiffe hatten wasserdichte Schotten. Die Titan hatte 19, die Titanic 16.
  • Beide Schiffe galten beim Bau als unsinkbar.
  • Beide Schiffe waren zu ihrer Zeit die größten Passagierschiffe.
  • Beide Schiffe konnten 3.000 Passagiere befördern.
  • Die Bruttotonnage der Titan betrug 45.000, die der Titanic 46.328.
  • Beide Schiffe verfügten über zu wenig Rettungsboote.
  • Die letzte Fahrt der Schiffe fand im April statt.
  • Beide Schiffe stießen mit einem Eisberg zusammen und wurden an der Steuerbordseite beschädigt.
  • Die Orte, an denen die beiden Schiffe untergingen, waren nur ein paar hundert Meilen voneinander entfernt.
  • Beide Schiffe gehörten britischen Reedereien, die ihren Sitz in Liverpool hatten und in New York eine Dependance am Broadway unterhielten.

Zufall oder Vorahnung?

Geheimcode im Kreuzworträtsel

Als die Alliierten die Invasion in der Normandie vorbereiteten, standen alle Einzelheiten des Angriffs unter strengster Geheimhaltung. Besonders die Codenamen für die verschiedenen Küstenabschnitte, die für die Landung ausersehen waren wurden als TOP SECRET gehandelt; sie lauteten Omaha, Utah, Mulberry, Neptune und Overlord. Umso erschreckender war es für die Verantwortlichen dass zwei Wochen vor der Invasion alle diese Codewörter im Kreuzworträtsel des Londoner ‚Daily Telegraph‘ abgefragt wurden. Die schockierten Geheimdienstleute verhörten den Verfasser des Rätsels daraufhin natürlich intensiv. Aber es konnte nicht die allergeringste Erklärung gefunden werden. Es stellte sich heraus, dass der Mann kein Verräter und auch kein feindlicher Agent war.

Monsieur de Fontgibu und der Plumpudding

Emile Deschamps. Leider gibts weder von M. de Fontgibu noch vom Pudding weiteres Material.

Emile Deschamps. Leider gibts weder von M. de Fontgibu noch vom Pudding weiteres Material.

Der Dichter Emile Deschamps erhält in seiner Kindheit von einem gewissen Monsieur de Fontgibu einen Plumpudding geschenkt. Etwa zehn Jahre später entdeckt  Deschamps einen Plumpudding in einem Pariser Restaurant; in Erinnerung an sein Kindheitserlebnist ordert er ein Stück davon; Allerdings wird er vom Kellner enttäuscht – der Plumpudding sei bereits bestellt, und zwar von einem Monsieur de Fontgibu. Viele weitere Jahre später wird Deschamps zu einem Essen geladen bei dem es auchPlumpudding gibt. Er erinnert sich an die vorangegangenen Geschichten und bemerkt, jetzt fehle nur noch „de Fontgibu“. Kaum hatte er dies gesagt, öffnete sich die Tür, und ein alter, etwas desorientierter Mann tritt ein: Es war – wer hätte das gedacht…  Monsieur de Fontgibu. Er hatte sich in der Adresse geirrt und war rein zufällig in dieses Haus geraten.

Kann das alles nur Zufall gewesen sein?

Zu meinen Vorträgen: Das große (Ent-)Täuschungsmanöver und Razzle-Dazzle

Zu meiner Show: Augmented Reality

Weitere unglaubliche Zufälle finden sich auf dieser Website: http://www.unmoralische.de/zufall.htm