Virtuelle Realitäten beflügeln die Phantasien von Investoren.

Google finanziert Wunder-Start-up Magic Leap mit mehr als 500 Millionen Dollar.

© Maksim Šmeljov - Fotolia.com Bisher noch prägen klobige Brillen die Ideen der VR-Entwickler, Magic Leap will das ändern. © Maksim Šmeljov - Fotolia.com

Die Möglichkeit in eine perfekte digitale Illusionswelt eintauchen zu können gehört zu den großen Hoffnungen, die sich aus der wachsenden Rechenkraft von Computern ergeben:  Science-Fiction-Szenarien wie das Holodeck aus der Kult-Serie Star Trek das sämtliche Umgebungen auf Knopfdruck erscheinen ließ sind zwar heute noch Zukunftsmusik, erscheinen uns aber inzwischen als in Bälde durchaus realisierbar. Der Wunsch nach einem Eintauchen in eine andere Welt gehört zu den Ur-Phantasien der Menschheit und das Erschaffen perfekter virtueller Illusionswelten ist inzwischen auch das Ziel unzähliger Hard- und Softwareentwickler. Bisher waren die Ergebnisse ihrer Bemühungen noch sehr ernüchternd jedoch haben sich in letzter Zeit zwei spannende Meldungen die Tech-Szene und die Finanzwelt gleichermaßen elektrisiert:

Nachdem bereits vor einigen Monaten der Kauf des VR-Brillenproduzenten Oculus Rift durch Facebook für 2 Milliarden Dollar Furore machte, erregte nun die Meldung, dass ein Investoren-Konglomerat mit Google an der Spitze steigt mit der gigantischen Summe von über einer halben Milliarde Dollar  in das „Kopfkino Start-up“ Magic Leap eingestiegen ist. Magic Leap ist damit über Nacht – wenn auch nur auf dem Papier – zwei Milliarden Dollar wert. Ohne Produkt auf dem Markt und ohne Umsätze. Ihr Konzept nennt die Firma „Cinematische Realitäten“ -angeblich soll es sich dabei um eine Datenbrille handeln, die Bilder direkt ins Auge projiziert, um virtuelle Objekte in die reale Welt einzublenden ( statt wie die Oculus Rift eine komplett digitale Umgebung zu erschaffen). Firmenchef Abovitz´s Vision ist eine Welt “ in der Kinder tun können, was Harry Potter gemacht hat. Ihn nicht gucken oder lesen, sondern es zu tun.“ Was die Hardware anbelangt, setzt sich Magic Leap das Ziel eine kaum wahrnehmbare Benutzerschnittstelle zu entwickeln, die ohne Handy-, Tablet- und Computerbildschirme auskommen und auch außerhalb des Hauses nutzbar sein soll.

Ob´s gelingt bleibt jedenfalls spannend. Ebenso wie die Frage, ob es zum Erschaffen von Zauberwelten nur genug Geld braucht. Ich selbst bin da skeptisch und vielleicht kann ich diese Meldung aber auch in einem Jahr einfach in die Rubrik „(Ent-) Täuschungen“ umsortieren.

Wie sowas in Zukunft vielleicht aussehen könnte, zeigt dieses kleine Video: http://www.youtube.com/watch?v=AI7oGfgzv-k

Hier auf Wikipedia.de gibts noch ein paar grundlegende Informationen zum Thema „Virtuelle Realitäten“.

Beitrag auf zeit.de zu diesem Thema.

Zu meinem Vortrag: Virtuelle Wunder.